"Mein Jakobsweg" Teil 9/10
Santiago ist eine sehr schöne Stadt, aber auch sehr teuer und verwinkelt. Deshalb fahre ich morgen zurück nach Porto. Ich bin heute in einem alten Internat - sehr schön. Ich habe ein Einzelzimmer, ohne Bad. Langsam realisiere ich, was ich geschafft habe. So wirklich stolz fühle ich mich trotzdem nicht, außerdem sind meine Beine sehr schwer bzw. schmerzen meine Füße, wahrscheinlich kommt jetzt der Schmerz des Weges. Denn mein Körper weiß, es ist vorbei. Die Nacht in dem Hotel war super und das Frühstück eins a. Ich habe verdammt gut geschlafen. Nach zwei Wochen freue ich mich viel mehr über die kleinen Dinge z.B. einen Föhn. Ich bin Gott sehr dankbar, dass ich solange durchgehalten habe und Papa für das Sponsern dieser Hotelnacht. Gleich werde ich mir die Stadt weiter ansehen. Übrigens wäre ich gerne noch eine Nacht länger in dem Hotel geblieben, aber dann hätte ich mir die Stadt wohl nicht mehr angeschaut - also ist es gut so (weil ich den ganzen Tag im Bett geblieben wäre). Gester...